Presentations

Standards und Standardisierung für ein erfolgreiches Content Management
Wolfgang Ziegler, Hochschule Karlsruhe−University of Applied Sciences

Mit der Einführung von Content-Management-Systemen erwartet man, die redaktionellen Arbeitsweisen sowie Inhalte und Ausgabeformate zu standardisieren. Welche Vorarbeiten sind hierzu üblicherweise zu leisten und welche Effekte bzw. welcher Nutzen ergeben sich in der Realität?
Der Vortrag stellt hierzu Konzepte und Untersuchungsergebnisse vor. Da sich das modulbasierte Content Management in den letzten zwei Dekaden am Markt etabliert hat, soll ebenfalls dargestellt werden, in welchen Bereichen eine Standardisierung der Systeme und ihrer Funktionalitäten vorliegt. Abschließend soll gezeigt werden, wie sich die Effizienz der Wiederverwendung standardisiert messen und in Kennzahlen darstellen lässt.

Informationsprozesse und Informationsdesign für mobile Dokumentation
Torsten Machert, Easybrowse GmbH
Technische Dokumentation auf mobilen Geräten verfügbar zu machen, ist weit mehr als einfach nur die gedruckte Dokumentation durch PDF zu ersetzen.
Elektronische Publikationen haben das Potential zu einem Paradigmenwechsel bei der Verwendung der Informationen. Um diesen Wechsel zu vollziehen sind allerdings neue Methoden der Informationserstellung einzuführen und anzuwenden. Das betrifft ebenso die für die Dokumentationserstellung zu verwendenden Datenformate.
Es sind Dokumentationsstrukturen zu entwickeln, die nicht nicht nur die traditionellen Publikationskanäle wie das gedruckte Werk sondern auch die Informationsbedürfnisses der Nutzer berücksichtigen. Man könnte sogar so weit gehen, dass man den Begriff "responsive design" nicht allein auf die Fähigkeit der Dokumentation beschränkt, sich den Dimensionen und Möglichkeiten eines mobilen Endgeräts anzupassen, sondern auch einbezieht, WIE und WO die Dokumentation genutzt werden soll. Dokumentation muss entsprechend "responsive" sein.
Im Ergebnis entstehen Dokumentationsprozesse, die die Bedürfnisse der Nutzer in den Vordergrund stellen. Solche Prozesse entstehen, wenn man sie vom Ende her denkt. Der Vortrag wird anhand von Fallbeispielen die notwendigen Strategien und Methoden diskutieren, die zu überzeugenden elektronischen/mobilen Dokumentationen führen.
Towards Dynamic and Smart Content
Theresa Grotendorst, projektwerft GbR
Die Anforderungen an technische Kommunikation wachsen rasant und stellen den Nutzer und seine individuellen Bedürfnisse zunehmend in den Fokus. So liegt der Wert guter technischer Dokumentation nicht mehr allein in den bereitgestellten Informationen selbst, sondern vielmehr in der Fähigkeit, ein kontextbezogenenes und nutzerorientiertes "Hilfe-Erlebnis" zu bieten, welches dynamisch auf die spezifischen Bedürfnisse des Nutzers eingeht.
Wie können solche Informationsprodukte in Zukunft aussehen und welche Rolle spielt Semantik dabei? Dieser Vortrag führt in die Grundlagen semantischer Technologien ein und zeigt die Potenziale von intelligenten Inhalten bzw. "Smart Content" für die technische Kommunikation auf.
Multi³ – Multi-Channel, multilingual, Multi-Verwendung von Inhalten
Monika Höge, euroscript international
Inhalte stehen innerhalb eines Unternehmens in vielen verschiedenen Formen und vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die Verantwortung für das Schreiben und Strukturieren von Inhalten liegt in den Händen verschiedener Abteilungen, folgt verschiedenen Regeln, hat verschiedene Ziele, und dennoch geht sie immer vom selben Problem aus, werden dieselben Produkte beschrieben, dieselben Prozesse erklärt, nur eben auf unterschiedliche Art und Weise.
Was technische Dokumentation angeht, wurden die Prozesse für das Schreiben von Inhalten in den vergangenen zehn Jahren festgelegt. Es stehen Systeme zur Verfügung, die diesen Prozess bis ins letzte Detail unterstützen. Aber wie sieht es mit der Erstellung von Marketinginhalten aus? Wo sind die Tools, die diesen Prozess unterstützen, und worin unterscheiden sich die Prozesse bei Marketing- und technischer Dokumentation? Gibt es einen gemeinsamen Nenner, der die beiden Prozesse miteinander verbindet? Wie können die beiden Prozesse voneinander profitieren?
In unserer Präsentation wird erklärt, wo Inhalte verwendet werden und wie diese geteilt werden können; es wird auf alle relevanten Kanäle eingegangen, die berücksichtigt werden müssen; es wird die Welt des Digital Experience Managements mit all ihren Facetten wie sozialen Medien, Web Experience und mobilen Lösungen dargestellt. Ein besonderer Schwerpunkt wird der Frage gewidmet, wie der Prozess der Inhaltserstellung im Hinblick auf die Herausforderungen des Web Experience Managements unterstützt werden kann. Wir werden aufzeigen, wie die Inhaltserstellung erledigt werden kann, ohne eines der großen, leistungsstarken und teuren Marketing-Resource-Management-Systeme zu erwerben, und wie Sie die Inhaltserstellung mit der Lokalisierung in einem integrierten Ansatz verbinden können, um so die Anzahl der Schnittstellen für die Personen, die für die Erstellung der multilingualen Inhalte verantwortlich sind, zu verringern. Und zu guter Letzt wird der Weg für eine reibungslosere Integration aller Mitarbeiter in den komplexen Prozess der Produktion und Planung von Marketingmaterial geebnet.
Wir werden zeigen, dass die Unterstützung der Prozesse der Inhaltserstellung und -verbreitung im Marketingbereich zu einem bedeutenden Anstieg sowohl der Effizienz als auch der Effektivität führt, wobei gleichzeitig die Komplexität verringert und gewährleistet wird, dass Ihre innovativen Daten nicht in den Big-Data-Pools auf der anderen Seite des Atlantiks landen, um von „interessierten“ Dritten wiederverwendet zu werden.
Layout-Automatisierung und Flexibilität sind kein Widerspruch!
Sebastian Göttel, SCHEMA Group
Die hohen Kosten für weltweit verteilte Publikationen hängen nur zum Teil an der Übersetzung. Ein nicht unerheblicher Teil wird durch das Nachziehen des Layouts für jede weitere Sprache verursacht. Jeder manuelle Layout-Eingriff in der Ausgangssprache muss üblicherweise in jeder Zielsprache wiederholt werden. Über den Daumen gepeilt verschlingen die Layout-Kosten bei Übersetzungen in der technischen Dokumentation fast 50% der Gesamtkosten.
Es ist daher kein Zufall, dass der wirtschaftliche Vorteil von XML und DITA eher in der Automatisierung von Layout, denn in der Wiederverwendung oder anderen Vorzügen liegt. Leider ist eine der größten Herausforderungen bei der Einführung von DITA- und XML-Systemen die Automatisierung von Layouts.
Die meisten XML-Dokumentationsumgebungen geben in irgendeiner Form Druckmaterialien aus. Der XML-Standard sieht XSL-FO als mächtigen Mechanismus vor, um medienneutrale XML-Inhalte in professionell aufbereitete PDF-Dokumente zu transformieren. Eine XML / XSL-FO / PDF Transformationskette aufzusetzen, ist eine aufreibende Aufgabe selbst für technisch versierte Personen.
Dreht es sich nur um ein oder zwei Layouts, ist dies nur eine weitere Anstrengung auf dem Weg der Einführung einer XML-Dokumentationsumgebung. Aber was passiert, wenn einige dutzend oder gar hunderte unterschiedlicher Layouts umgesetzt werden müssen? Dann wird Layout-Automatisierung so teuer, dass sie nur innerhalb sehr großer Projekte umsetzbar ist. XML-Autorenumgebungen in Bereichen mit solchen Layout-Anforderungen zur Verfügung zu stellen, wird so quasi unmöglich.
Wie kann man vorgehen, wenn die Layout-Anforderungen nicht vollständig automatisierbar sind? Die Verwendung offener, bearbeitbarer Formate statt PDF kann andere Probleme in Bezug auf Generierdauer, Sicherheit und Zeitaufwand für Layout-Zupfen bereiten. Sobald der Inhalt sich ändert, müssen die Dokumente erneut generiert werden. Die manuelle Feinjustierung muss wiederholt werden. Und dies jedes Mal von Neuem. Das kann ein gravierender Nachteil für den sonst lohnenswerten Umstieg auf ein bausteinorientiertes XML-Redaktionssystem sein.

In seinem Vortrag wird Sebastian Göttel einen alternativen Ansatz für die Layout-Automatisierung vorstellen, in dem Layout ohne Programmierung definiert wird und Feinjustierung wiederverwendbar ist. Layout-Automatisierung und Flexibilität müssen sich nicht ausschließen!

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